Paulus in seiner Verteidigungsrede vor Festus:

„Gottes Hilfe habe ich erfahren bis zum heutigen Tag und stehe nun hier und bin sein Zeuge bei Groß und Klein“.Apg 26,22

 

Liebe Gemeinde,

Paulus als der Gefangene des Kaisers verteidigt seinen Glauben an Gott vor dem Statthalter Festus. Es findet keine klassische Beweisaufnahme oder Berichterstattung von Gesehenem oder Gehörtem statt, sondern ein Lebensbericht des Paulus, der aus Eifer Christen verfolgte, bis Jesus ihm auf dem Weg nach Damaskus begegnete und ihn komplett veränderte, so dass er im Auftrag dieses Jesus dessen Botschaft weiter verbreitete, also ein völlig entgegengesetztes Ziel zu seinem vorherigen Leben hatte.
Paulus bezeugt hier sein Vertrauen auf Gott; die Aussage: „Gottes Hilfe habe ich erfahren bis zum heutigen Tag…“ spricht von der persönlichen Zuwendung Gottes und einer engen, vertrauten Beziehung. Gott steht für Paulus ein.
Diese Hilfe Gottes bezieht sich auf die Lebensausrichtung des Paulus, für Gott zu leben, nicht in erster Linie die häufig auch heute noch verstandene Hilfe bei alltäglichen Fragen des Sattwerdens, Kleidens, Gesundheit …

Paulus sieht sich als Gottes Zeuge – er berichtet mutig vor Machthabenden, vor Großen und Kleinen, dass Jesus der Messias ist. Es geht Paulus hier nicht um sich selbst, es geht ihm um Gott, sein Zeuge will er sein. Passend zu diesem Monatsspruch fand ich diesen bekannten Ausspruch:

„Wer vor Gott kniet, kann vor Menschen gerade stehen.“ (Willy Meurer *1934, Deutschkanadier und Publizist)

Liebe Geschwister, lasst uns vor Gott demütig sein und vor ihm „im Gebet knien“, dann können wir zuversichtlich sein, dass er uns die Hilfe zukommen lässt, die wir täglich brauchen, seine Zeugen zu sein.

Herzlichst
Eure Angelika Knauer