„Und siehe, es sind Letzte, die werden die Ersten sein, und sind Erste, die werden die Letzten sein.“ Luk. 13,30 

 

Liebe Gemeinde,   

Dieser Vers aus dem Lukasevangelium ist mir als Sprichwort aus dem Alltag geläufig und ich denke z.B. daran, wenn im vollen Supermarkt eine neue Kasse öffnet und ich mich umwende mit meinem Einkaufswagen, um eher an der neuen Kasse bedient zu werden, als an der vorherigen.

In diesem Vers geht es um die, die zuerst dazu bestimmt waren, unter Gottes besonderem Schutz zu stehen und mit ihm zu leben, wie wir im 2. Mose 4,24 lesen, wo das Volk Israel als „erstgeborener Sohn“ bezeichnet wird. Und aus dem vorhergehenden Vers Lukas 13,29 in diesem Zusammenhang wird klar, dass Menschen von allen Enden der Erde zu Gott kommen werden und zu seinem Reich gehören, die durch Jesus versöhnt sind und das Ziel vor Augen haben, nämlich für immer bei Gott zu sein.

In den Evangelien wird berichtet, wie man durch Jesus zu Gott kommen kann und es sind für die damaligen Juden wie auch heute Menschen, die aus jeder gesellschaftlichen Schicht kamen, Zöllner und Sünder, Arme, Kranke, Stolze, Gelehrte…, Menschen wie Du und ich. Nicht die, die dachten, von Geburt an gehören wir dazu. Sondern die, die erkannten/ erkennen, dass sie Jesus brauchen, sich ihm unterwerfen, um mit Gott versöhnt zu werden.

Dass Menschen zur Zeit Jesu, die nicht zum Volk der Juden gehörten, den Glauben an Jesus fanden, lesen wir schon in einigen Berichten des Neuen Testamentes, wie z. B. die Frau am Jakobsbrunnen- eine Samariterin, die kanaanäische Frau – eine Griechin, der Hauptmann von Kapernaum; später –bis zum heutigen Tag - kamen Menschen aus allen Völkern zum Glauben durch das Wirken Gottes.

Aus dem Textzusammenhang kann man die Ernsthaftigkeit der abschließenden Worte Jesu erkennen, dass es auch ein „zu spät“ für Umkehr und „Einlass“ gibt; dies ist - im Gegensatz zu einer verpassten Gelegenheit im Supermarkt – lebensentscheidend!

Lasst uns wach werden für das, was unser Leben in die richtige Richtung bringt, lasst uns an Jesus orientieren und bei IHM am Ziel ankommen!

Herzlichst

Eure Angelika Knauer